Die Geschichte der Soltauer Leichtathletik

Hier findet Ihr Original Zeitungsberichte aus den Jahren 1959 bis 2005

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Die Leichtathletikabteilung des MTV Soltau hat eine etwa 70jährige Geschichte. Dies ist allerdings nur dann richtig, wenn man den Satz so versteht, dass seit dieser Zeit Leichtathletik in unserem Verein betrieben wird. Vor Jahrzehnten waren es in erster Linie Mitglieder aus der Turn- und der Handballsparte, die nebenbei Leichtathletik betrieben. Eine festgefügte Sparte gab es nicht.

So bestand in den Jahren von 1934 bis 1937 eine Läufergruppe, die unter der Leitung von Walter Lütgens bei vielen Turn- und Sportfesten an den Start ging. Diese Gruppe nahm mit einigen Aktiven auch häufig an Mehrkämpfen teil. Adolf Heinze, Gottfried Brümmerhoff, Heinrich Elbers, Bernhard Behnke, Hans Mettel und der vielseitig talentierte und tätige Helmut Tönnies - das sind Namen, die sich mit jener Ära verbinden.
Heute wird die Leichtathletikabteilung seit rund 32 Jahren von Josef -„Jupp“- Mayer geleitet. Er übernahm sie 1968/69 von Theo Meyer („ Bavaria-Meyer“). Zu dieser Zeit waren nur einige Aktive vorhanden, die unter der Leitung von Bernd Sippel trainierten. Von 1968 bis 1972 starteten ca. 40 Aktive im LAZ Südheide mit Sitz in Bomlitz. Nachdem dieses Zentrum seinen Betrieb einstellen mußte, wurde in Soltau ein gezielter Übungsbetrieb aufgebaut.

Als eine der größten sportlichen Ereignisse in der Leichtathletikgeschichte des MTV Soltau dürfte die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Schülerinnen im Jahre 1975 anzusehen sein. Unter der Leitung von Jürgen Hahne glückte der Titelgewinn am 4. Oktober.
 

Einer der großen Leichtathletikerfolge des MTV: die Schülermannschaft, die 1975 im Düsseldorfer-Rather Waldstadion die deutsche Meisterschaft gewann. Hier das team mit dem Trainerehepaar Hahne. Zur Mannschaft zählten Sabine Stolle, Martina Schlumbohm, Birgit Fuhrmann, Petra Lange, Ute Hinzmann, Ulrike Ordenewitz, Susanne Voss, Simona Schäfer, Michaela Fast, Susanne Beeken, Petra Bestmann, Esther Harms, Annemarie Eckert, Angelika Sievers und Christiane Kuras. 

Auch in den Folgejahren erreichte der MTV Soltau herausragende Leistungen auf deutscher und Landesebene. Um nur einige Namen zu nennen: Werner Zumpe, Hartmut Kossel, Gundula Hahne, Lothar Gleu, Dörte Meyer, Dirk Schrader.

Die Breitensportarbeit wird im MTV Soltau von jeher groß geschrieben. So führten Alfred Gund und Alfred Thölke im Jahr 1967 das 1. Vereinssportfest durch, welches in den Folgejahren zum festen Bestandteil des Vereinslebens wurde, mittlerweile leider aber eingeschlafen ist. Am 12. November 1983 wurde ein Lauftreff gegründet, der seit dieser Zeit durch Uschi Heck geleitet wird. Nach mehreren Unterbrechungen wurde der 1959 eingeführte Hermann-Löns-Gedächtnislauf wieder zu einer festen Einrichtung und wurde im Jahre 2000 bereits zum 32. Mal durchgeführt. Dabei ist dieses Sportereignis, welches seit 1995 gemeinsam mit dem Heide-Park-Soltau durchgeführt wird, zu einem festen Bestandteil für jung und alt geworden. So erreichte dieses Ereignis 1999 mit 2700 Teilnehmern eine Rekordbeteiligung.

Vom Jahr 1987 bis 1993 starteten die Aktiven des MTV Soltau in der Leichtathleik-Gemeinschaft Heide gemeinsam mit den Vereinen SV Munster, TV Jahn Schneverdingen, TSV Neuenkirchen, TSV Wietzendorf und dem MTV Bispingen. Seit 1994 ist die Abteilung aber wieder eigenständig.

Die größten sportlichen Erfolge verzeichnete der Verein in der jüngeren Vereinsgeschichte. So gelang Angelika Anton, geb. Gusek im Jahr 1998 in Cesenatico/Italien der Gewinn der Senioren-Europameisterschaft im Weight Pentahtlon (Werferfünfkampf), dem sie im Jahre 1999 sogar den Senioren-Weltmeisterschaftsgewinn in Gateshead/England und im Jahre 2000 den erneuten Gewinn der Europameisterschaft in Jyväskyla/Finnland folgen ließ. Seit 1999 hält sie mit folgenden Leistungen auch den inoffizielen Weltrekord in dieser Disziplin: Kugel 12,34m, Diskus 35,93m, Speer 40,74m, Hammer 38,71m und 13,03kg mit dem 9,08kg schweren Wurfgewicht. Ihre Gesammtpunktzahl betrug 3685 Punkte. Weitere Erfolge auf deutscher, nordeutscher und eine Vielzahl von Landesmeisterschaften auf Senioren- und Frauenebene vervollständigen ihre Bilanz.

Aber auch weitere Namen sind eng mit jüngeren Erfolgen auf nationaler Ebene zu verbinden: Thorsten Witte, vielfacher Landes- und norddeutscher Meister im 3000m Hindernislauf und bei Hallenmeisterschaften, Rainer Jahnke, Christian Eggeling, Timo Soik,  Sarah Geffers, deutsche Vizemeisterin im Crosslauf 1997, Dr. Rainer Anton, Uschi Heck, und Erik Carls, um nur einige zu nennen.

Einen weiteren wichtigen Bestandteil bildet seit vielen Jahren auch die Teilnahme an den Deutschen Männer Mannschaftsmeisterschaften, in der man große Erfolge verzeichnen konnte.